Bundesnetzagentur will staatliche Vorgaben für Gasspeicher-Füllstände streichen

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Die Bundesnetzagentur regt an, staatliche Vorgaben zu Gasspeicher-Füllständen abzuschaffen. Behördenchef Klaus Müller äußerte sich dazu gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit.

Müller erklärte, die Vorgaben hätten sich in der Krise bewährt. Inzwischen drohten jedoch die Fehlanreize zu überwiegen. Als einen möglichen Fehlanreiz nannte er, dass Gashändler darauf spekulieren könnten, dass der Staat eingreife, wenn Füllstandsvorgaben nicht erreicht werden – und deshalb weniger eigenständig vorsorgen.

Füllstand auf historischem Tiefstand

Nach Angaben des Branchenverbands Ines liegt der aktuelle Gasspeicherfüllstand bei 49 Prozent. Das ist laut Ines der tiefste Füllstand zu dieser Jahreszeit seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011. Im Vorjahr hatte der Füllstand zum gleichen Zeitpunkt bei 67 Prozent gelegen.

Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Branchenverbands BDEW, warnte in diesem Zusammenhang vor Panikmache. Allerdings äußerte sie Zweifel, ob das vielfach genannte Ziel von 70 Prozent Füllstand bis November noch erreichbar sei.

Ministerium sieht keine Engpässe

Das Bundeswirtschaftsministerium erwartet für den kommenden Winter keine Gas-Engpässe in Deutschland. Das Ministerium betont, die Wintervorsorge liege grundsätzlich bei den Gasunternehmen und Händlern. Ein staatlicher Eingriff bei der Gasbeschaffung ist derzeit nicht vorgesehen. Für den Bedarfsfall bereitet das Ministerium nach eigenen Angaben Handlungsoptionen vor. Im Jahr 2022 hatte die Bundesregierung aktiv in die Gasbeschaffung eingegriffen.

Die Linke und Verbraucherschützer warnten unterdessen vor möglichen Preissteigerungen.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.

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