Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nach vorläufigen Daten einen neuen Hitzerekord für Deutschland gemeldet. Eine Messstation im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt verzeichnete demnach 41,5 Grad Celsius. Bereits am Vortag war in Saarbrücken mit 41,3 Grad ein Spitzenwert gemessen worden.
Die anhaltende Hitze hat in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens zu Beeinträchtigungen geführt.
Einschränkungen im Straßen- und Schienenverkehr
Auf Autobahnen verursacht die Hitze Schäden an Asphalt- und Betondecken. Auf der A2 zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt kam es zu Teilsperrungen. Laut ADAC gelten zudem Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Die Deutsche Bahn sowie weitere Eisenbahnverkehrsbetriebe riefen ihre Fahrgäste dazu auf, nicht dringend notwendige Reisen im Fern- und Regionalverkehr zu verschieben und zu Hause zu bleiben. Gebuchte Tickets können kostenlos storniert werden. In Nordrhein-Westfalen stellte ein Privatbahnbetreiber mehrere Linien vorübergehend ein. Am Freitagnachmittag musste ein Regionalexpress bei Bonn evakuiert werden, da der Zug nicht mehr weiterfahren konnte.
Appell zum Wassersparen
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund rief alle Bürgerinnen und Bürger zum Wassersparen auf. Hauptgeschäftsführer Berghegger erklärte gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung, Vereine sollten kein Wasser für Tennisplätze oder Golfanlagen verschwenden. Sollte dies auf Unverständnis stoßen, müssten die Behörden zu Verboten greifen.

















