Deutschland tritt UNO-Hochseeschutzabkommen bei und will Meeresschutzgebiete ausweisen

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Deutschland ist dem UNO-Hochseeschutzabkommen offiziell beigetreten. Bundesumweltminister Schneider (SPD) hinterlegte die Ratifikationsurkunde bei den Vereinten Nationen in New York. Damit gehört Deutschland zu den bislang 94 Staaten, die das Abkommen ratifiziert haben.

Das Abkommen war nach fast 20 Jahren Verhandlungen im Juni 2023 von den Vereinten Nationen angenommen worden und trat am 17. Januar 2026 in Kraft, nachdem mindestens 60 Staaten es ratifiziert hatten. Die Hohe See umfasst mehr als 60 Prozent der Weltmeere.

Schutzgebiete und Umweltprüfungen

Das Abkommen schafft erstmals die rechtliche Grundlage, Meeresschutzgebiete auf der Hohen See auszuweisen. Zudem sind für bestimmte Vorhaben in internationalen Gewässern künftig Umweltverträglichkeitsprüfungen vorgesehen. Das Abkommen soll dazu beitragen, bis 2030 weltweit 30 Prozent der Meeresflächen unter Schutz zu stellen. Laut Greenpeace ist derzeit nur etwa ein Prozent der Hohen See effektiv geschützt.

Deutschland arbeitet gemeinsam mit mehreren Partnerstaaten an Vorschlägen für erste Schutzgebiete auf der Hohen See. Die erste Vertragsstaatenkonferenz ist für Januar 2027 in New York geplant.

Reaktionen

Schneider bezeichnete das Abkommen als „den größten internationalen umweltpolitischen Erfolg der letzten Jahre“. Greenpeace sprach von einer „wichtigen und überfälligen Ratifizierung“.

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