Anhaltende Trockenheit und Hitze haben in Teilen Deutschlands zu erheblichen Ernteausfällen geführt. Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU) äußerte sich besorgt über die Lage vieler Landwirtschaftsbetriebe und kündigte an, das Ausmaß der Schäden Ende August auf Grundlage der amtlichen Erntedaten zu bewerten.
Notwendige Schritte sollen anschließend gemeinsam mit den Ländern eingeleitet werden, so Rainer.
Millionenverluste bei Getreide und Raps
Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) meldet, dass die anhaltende Hitze die Getreide- und Rapsernte deutlich belastet hat. Seit Mitte Juni gingen demnach rund drei Millionen Tonnen Getreide und Raps verloren. DRV-Vorstandsmitglied Spinne bezifferte die Ertragseinbußen auf rund 600 Millionen Euro. Die größten Ausfälle verzeichne man in südlichem Hessen, in Baden-Württemberg und in Bayern. Spinne betonte zugleich, dass die Versorgung in Deutschland sichergestellt sei.
Bauernpräsident fordert politische Unterstützung
Bauernpräsident Rukwied forderte Unterstützung durch die Politik. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland erklärte er, dass die Folgen der Trockenheit in südlichen Teilen Deutschlands bis zu einem totalen Ertragsausfall gehen könnten. Zudem wachse kein Futter für die Tiere mehr nach. In nördlichen Regionen, wo es wiederholt geregnet habe, sei die Lage etwas besser und die Bestände sähen noch akzeptabel aus.

















