Am 30. Juli 2026 ist nach Berechnungen der US-Umweltorganisation Global Footprint Network der diesjährige Erdüberlastungstag. Ab diesem Datum hat die Menschheit rechnerisch mehr natürliche Ressourcen verbraucht, als die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Deutschland hatte seinen nationalen Anteil an den natürlichen Ressourcen bereits am 10. Mai 2026 aufgebraucht. Industriestaaten weisen dabei einen besonders hohen ökologischen Fußabdruck auf.
Anlässlich des Datums forderten Umweltverbände eine Abkehr von fossilen Energieträgern sowie eine deutliche Stärkung von Kreislaufwirtschaft und Recycling.
BUND und WWF fordern politisches Umsteuern
BUND-Vorsitzender Bandt erklärte, es brauche ein konsequentes politisches Umsteuern. Im Mittelpunkt müsse die Verringerung von Treibhausgasen durch den Ausstieg aus fossilen Energien sowie der Ausbau erneuerbarer Energiequellen stehen.
Auch der WWF äußerte sich in eine ähnliche Richtung. Die Organisation mahnte eine konsequente Priorisierung zirkulärer Geschäftsmodelle an und nannte dabei die Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes als Beispiel.
Bundesumweltminister Schneider: „Deutliche Mahnung“
Bundesumweltminister Schneider (SPD) bezeichnete den Erdüberlastungstag gegenüber der Rheinischen Post als eine deutliche Mahnung. Ab diesem Tag lebe man „auf Pump“, mit natürlichen Ressourcen werde viel zu fahrlässig umgegangen. Er kündigte an, erneuerbare Energien weiter auszubauen und zerstörte Natur, wo möglich, wiederherzustellen. Kreislaufwirtschaft spiele eine wichtige Rolle beim Schonen von Ressourcen. Schneider verwies darauf, dass viele deutsche Unternehmen bereits zeigten, wie aus wiedergewonnenen Rohstoffen neue Produkte entstehen und Materialien mehrfach genutzt werden könnten.
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Hinweis zur Faktenprüfung
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