In der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen zu Brandenburg ist erneut ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer brach gegen 15.00 Uhr auf einer munitionsbelasteten Fläche im Bereich des ehemaligen Flugfeldes und nördlich einer früheren Bunkeranlage aus. Die betroffene Fläche wuchs von zunächst drei auf mehr als 19 Hektar.
Der aktuelle Brand ereignete sich fast genau ein Jahr nach einem verheerenden Waldbrand in derselben Region. Das Gebiet im Landkreis Meißen liegt auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz und ist munitionsbelastet.
Direkter Löschangriff wegen Munition nicht möglich
Rund 100 Einsatzkräfte aus Sachsen und Brandenburg sind im Einsatz. Wegen der Munitionsbelastung können Teile des Naturschutzgebietes von der Feuerwehr nicht betreten werden. Die Einsatzkräfte stehen an munitionsfreien Wegen und beobachten die Ausbreitung des Feuers. Ein gepanzertes Löschfahrzeug befindet sich auf dem Weg in die Gohrischheide.
Hintergrund: Schwerer Brand im Juli 2025
Am 1. Juli 2025 war in der Gohrischheide ein Waldbrand ausgebrochen, der rund 2.400 Hektar und damit mehr als drei Viertel des Naturschutzgebietes betraf. Die Forstverwaltung stufte dieses Feuer als größten Waldbrand der vergangenen Jahrzehnte in Sachsen ein. Die Feuerwehr gab erst knapp zwei Wochen später Entwarnung. Ermittlungen ergaben, dass das Feuer durch Selbstentzündung von Munition im Boden entstanden war. Bereits 2022 hatte es an derselben Stelle einen größeren Brand gegeben.
Die Munitionsbelastung des Geländes erschwert auch eine langfristige Lösung: Die Räumung eines Hektars kostet nach vorliegenden Angaben etwa eine Million Euro.

















