Zum Erntedankfest am 4. Oktober haben Politikerinnen und Politiker auf die schwierige Lage vieler landwirtschaftlicher Betriebe in Deutschland hingewiesen. Das Fest wird traditionell am ersten Sonntag im Oktober begangen und erinnert Christen an den Zusammenhang von Mensch und Natur.
Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Limbacher, erklärte, für viele Höfe sei das Erntejahr an die Substanz gegangen. Als Gründe nannte er wochenlangen Regenmangel, eingeschränktes Getreidewachstum sowie braune Weiden im Hochsommer. Hinter solchen Ernteergebnissen stünden Familien, die oft seit Generationen wirtschafteten und sich nun fragten, wie es weitergehe. Limbacher bezeichnete den Tag nicht nur als Anlass zu Dank, sondern auch als Bekenntnis zu einer starken Landwirtschaft.
Kaniber: Voller Tisch wirkt oft selbstverständlich
Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) betonte, ein voller Tisch wirke oft selbstverständlich. Hinter jedem Laib Brot, jedem Glas Milch und jedem Apfel stünden jedoch Natur, Wetter und vor allem Menschen.
Religiöser und gesellschaftlicher Hintergrund
In Kirchengemeinden werden zum Erntedankfest traditionell die Altäre mit Feldfrüchten festlich geschmückt. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) erklärte, für die Ernte zu danken gehöre zu allen Zeiten zu den religiösen Grundbedürfnissen. Der Tag soll zugleich an die katastrophale Ernährungssituation in den ärmsten Ländern der Erde erinnern.

















