Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wollen vorerst keinen Unterhändler für mögliche Friedensverhandlungen mit Russland im Ukraine-Krieg benennen. Darauf verständigten sich die Außenminister bei einem informellen Treffen in der Hafenstadt Limassol auf Zypern.
Im Mittelpunkt standen dabei Überlegungen zu künftigen Verhandlungsformaten sowie die Rolle möglicher internationaler Vermittler.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte im Zusammenhang mit möglichen Friedensverhandlungen vor einer Falle Moskaus. Sie unterstrich, bei Verhandlungen sei der Inhalt wichtiger als die Frage der beteiligten Personen.
Der italienische Außenminister Antonio Tajani erklärte, Europa werde über einen möglichen Unterhändler entscheiden, nicht der russische Präsident Wladimir Putin. Hintergrund der Debatte ist ein Vorschlag Putins, den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder als Vermittler einzusetzen.
Als weitere mögliche Kandidaten für eine Vermittlerrolle wurden zuletzt auch die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel, der finnische Präsident Alexander Stubb und der ehemalige EZB-Präsident Mario Draghi genannt.
Neben dem Ukraine-Krieg berieten die EU-Außenminister in Limassol auch über den Iran-Krieg und die damit verbundene Blockade der Straße von Hormus.

















