Eine Hitzewelle erfasst weite Teile Westeuropas und sorgt für Rekordtemperaturen sowie weitreichende Einschränkungen im öffentlichen Leben. Behörden in zahlreichen Ländern warnen vor gesundheitlichen Gefahren und haben Schutzmaßnahmen ergriffen.
Meteorologen führen die Hitzewelle auf eine sogenannte Omega-Wetterlage zurück, bei der ein Hochdruckgebiet heiße Luft über einen längeren Zeitraum in einer Region einschließt.
Deutschland und Nachbarländer betroffen
Der Deutsche Wetterdienst gab Warnungen vor extremer Hitze für den Westen und Südwesten Deutschlands heraus. Für Freitag und Samstag werden dort Temperaturen von bis zu 41 Grad Celsius erwartet. Am Wochenende soll sich die starke Wärmebelastung auf ganz Deutschland ausbreiten. Die Deutsche Bahn rechnet mit Störungen im Zugbetrieb und rät von Reisen ab. Vielerorts wurden Veranstaltungen abgesagt.
In den Niederlanden gab das Wetterinstitut KNMI für nahezu das gesamte Land die rote Warnstufe heraus. In der Schweiz wurde in Basel eine Temperatur von 38 Grad gemessen; landesweit wurde die höchste je im Monat Juni gemessene Temperatur verzeichnet. Die nationale Wetterbehörde in Großbritannien meldete 36,4 Grad in der Grafschaft Somerset im Südwesten Englands als neuen Rekord.
Frankreich und Italien ergreifen Maßnahmen
In Frankreich aktivierte Premierminister Lecornu die höchste Stufe der Mobilisierung im Gesundheitswesen. Rund 13.500 Schulen blieben geschlossen oder stellten auf Sonderpläne um. Im Département Val d’Oise im Umland von Paris wird in neun Dörfern das Trinkwasser knapp; die Bewohner sollen vorübergehend mit Plastikflaschen versorgt werden.
In mehreren Regionen Italiens wurde das Arbeiten im Freien während der heißesten Stunden des Tages verboten.

















