FIFA lagert WM-Vermarktung in neue Firma aus – UEFA übt scharfe Kritik

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Die FIFA plant, die kommerziellen Rechte an WM-Turnieren in eine neu gegründete Tochtergesellschaft auszulagern und private Investoren an der Vermarktung zu beteiligen. Die Gesellschaft trägt den Namen FIFA Forward Enterprises und soll Übertragungsrechte, Sponsoring sowie Ticketverkäufe wirtschaftlich auswerten.

Laut FIFA soll die neue Gesellschaft 4,2 Milliarden US-Dollar einbringen. Das Geld ist für das FIFA-Entwicklungsprogramm Forward vorgesehen, über das die Zahlungen an die 211 Mitgliedsverbände mehr als verdoppelt werden sollen. Die FIFA betont, die Mehrheit und volle Kontrolle über die Gesellschaft behalten zu wollen.

UEFA übt deutliche Kritik

Die UEFA hat das Vorhaben scharf kritisiert. In einer Stellungnahme erklärte der europäische Fußballverband: „Damit wird eine Grenze überschritten, die die für den Fußball verantwortlichen Institutionen niemals überschreiten dürften.“ Die UEFA rief nationale Fußballverbände, Ligen, Vereine, Spieler, Fans und Regierungen auf, das Thema ernst zu nehmen.

Die UEFA selbst lässt die kommerziellen Rechte an der Champions League ebenfalls über eine Tochtergesellschaft verwerten. Diese wird jedoch gemeinsam mit europäischen Spitzenklubs betrieben und ohne Beteiligung privater Investoren geführt.

Kritik aus der Zivilgesellschaft

Auch die britische NGO FairSquare übte Kritik. Sie beanstandete die Grundstruktur der FIFA, bei der die Verbandsspitze die Mitgliedsverbände finanziell ausstattet – darunter auch kleinere Verbände, die vollständig von FIFA-Geldern abhängig sind. FIFA-Präsident Gianni Infantino wies diese Kritik bislang zurück.

Infantino steht 2027 zur Wiederwahl. Bislang gibt es keine Gegenkandidatur.

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