Grüner Segen: Vatikan plant Umstieg auf vollständige Solarstrom-Versorgung

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Vatikan stellt Energieversorgung auf Solarstrom um

Der Vatikan will seinen gesamten Strombedarf künftig mit einer eigenen Solaranlage decken. Grundlage ist ein völkerrechtlicher Vertrag mit Italien, der nach der Ratifizierung beider Seiten in Kraft getreten ist.

Die geplante Anlage ist als Agrovoltaik-Projekt konzipiert und soll auf einem 420 Hektar großen exterritorialen Areal westlich von Rom entstehen. Das Gelände in Santa Maria di Galeria gehört seit 1951 als exterritoriales Gebiet dem Heiligen Stuhl und liegt außerhalb der Ringautobahn von Rom.

Agrovoltaik auf exterritorialem Gelände

Agrovoltaik-Anlagen kombinieren die Stromerzeugung durch Photovoltaik mit landwirtschaftlicher Nutzung. Unter den Solarpanelen der geplanten Anlage in Santa Maria di Galeria sollen Gemüse und Getreide angebaut werden. Das Areal ist fast zehnmal so groß wie die rund 44 Hektar umfassende Vatikanstadt.

Bereits 1957 wurden in Santa Maria di Galeria Sendemasten und eine Schaltzentrale für Radio Vatikan errichtet. Die neue Solaranlage soll künftig sowohl die dortigen Sendeanlagen als auch die Vatikanstadt mit Energie versorgen.

Einspeisung ins italienische Netz

Der in Santa Maria di Galeria erzeugte Solarstrom wird in das italienische Stromnetz eingespeist. Im Gegenzug bezieht der Vatikan kostenlos Strom aus diesem Netz. Übersteigt die auf vatikanischem Territorium erzeugte Strommenge den Eigenbedarf der Vatikanstadt, kann der italienische Staat über die überschüssige Energie verfügen.

Das italienische Stromnetz gewährleistet die Versorgung des Vatikans auch nachts und bei Dunkelzeiten. Die geplante Energieversorgung der Vatikanstadt durch die Solaranlage wird als klimafreundlich beschrieben.

Päpstliche Vorgaben zur Nutzung erneuerbarer Energien

Papst Franziskus ordnete den Umstieg des Vatikans auf Sonnenenergie im Juni 2024 per Motu-Proprio-Schreiben „Fratello Sole“ an. Bereits 2015 hatte er in seiner Umweltenzyklika „Laudato si’“ den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien gefordert.

Papst Leo XIV. führt die Umwelt- und Energiepolitik im Wesentlichen im Sinne von Papst Franziskus fort und besuchte das Gelände der geplanten Anlage außerhalb Roms im Juni des Vorjahres.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.

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