Die Menge illegal entsorgten Mülls in Hamburg ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Wurden 2020 noch knapp 3.800 Tonnen registriert, waren es zuletzt fast 6.000 Tonnen – ein Anstieg von rund 60 Prozent.
Parallel dazu nahm auch die Zahl der Meldungen zu: 2020 gingen rund 100.000 Hinweise auf illegal entsorgten Müll ein, zuletzt waren es knapp 186.000. Bis Anfang Juni des laufenden Jahres lagen bereits rund 76.000 Meldungen vor.
Kosten deutlich gestiegen
Die finanziellen Aufwendungen für die Stadt haben sich entsprechend erhöht. Für die Entsorgung von fast 42.000 Kubikmetern illegalen Mülls fielen 2020 rund 16,2 Millionen Euro an. Zuletzt musste die Stadt für fast 67.000 Kubikmeter etwa 25,1 Millionen Euro aufwenden.
Verwarnungen und Bußgelder
Die Stadtreinigung Hamburg erließ zuletzt 14.741 Verwarnungen und Bußgeldbescheide, mit denen insgesamt 674.291 Euro erhoben wurden. Im Jahr davor waren es 12.110 Bescheide über zusammen 540.064 Euro. Die Maßnahmen umfassen neben Verstößen gegen die illegale Müllentsorgung auch Vergehen gegen das Taubenfütterungsverbot, die Grillordnung sowie die Pflicht zur Hundekotentsorgung.
Die Zahl der eingeleiteten Ordnungswidrigkeitsverfahren lag zuletzt bei 6.211, was einem Anstieg von 340 gegenüber dem Vorjahr entspricht. 2020 waren noch 6.906 Verfahren eingeleitet worden.
Anfrage der Linksfraktion
Die Daten gehen aus einer Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft hervor. Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion, hatte die Anfrage gestellt. Die Linksfraktion spricht sich für sozial gestaffelte Müllgebühren aus.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.

















