Frankreich hat in der vergangenen Nacht die heißeste Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1947 erlebt. Die niedrigste Durchschnittstemperatur lag bei 21,6 Grad – der bisherige Höchstwert von 21,4 Grad stammte aus dem Jahr 2019, war aber mehr als einen Monat später im Jahr gemessen worden. Rund 90 Prozent der Bevölkerung sind nach Angaben des nationalen Wetterdienstes von extremen Temperaturen betroffen.
Es ist die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats. Mehrere Länder haben Warnungen der höchsten Stufe ausgegeben.
Warnungen in Frankreich, Italien und England
In Frankreich gilt seit Montag für mehr als die Hälfte des Landes die höchste Hitzewarnstufe Rot. Im Südwesten des Landes werden Temperaturen von bis zu 44 Grad erwartet. Für England wurden ebenfalls Hitzewarnungen veröffentlicht.
In Italien rief das Gesundheitsministerium für 15 Städte, darunter Rom und Mailand, die höchste Hitze-Alarmstufe aus. Ab Mittwoch gilt diese Alarmstufe Rot für eine weitere, 16. Stadt.
Todesfälle bei Badeunfällen
In Frankreich kamen seit Beginn des Wochenendes bei Badeunfällen etwa 20 Menschen ums Leben. In Deutschland waren am Wochenende fünf Menschen bei Badeunfällen gestorben. Im Rhein wurden die Leichen dreier vermisster Männer gefunden – ein 50-Jähriger, ein 27-Jähriger und ein 23-Jähriger.
Lage in Deutschland
Im Südwesten Deutschlands entlang des Rheins gilt bis 19:00 Uhr eine amtliche Warnung vor extremer Hitze. Für weite Teile des Südens wird beim Waldbrand-Gefahrenindex für Donnerstag Stufe vier von fünf erwartet, für Teile Brandenburgs die höchste Stufe fünf. Die Stadtwerke München mahnten zu einem sparsamen und bewussten Umgang mit Trinkwasser. Der Deutsche Wetterdienst hält es für möglich, dass in dieser Woche auch in Deutschland ein Hitzerekord gebrochen wird – vor allem im Westen und Südwesten könnte die 40-Grad-Marke im Juni überschritten werden.

















