Hitzewelle in Westeuropa: Über 40 Grad in Deutschland, Schulen geschlossen und Trinkwasser knapp

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Eine Hitzewelle hat weite Teile Westeuropas erfasst und in mehreren Ländern neue Temperaturrekorde gebracht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) veröffentlichte Warnungen vor extremer Hitze für den Westen und Südwesten Deutschlands.

In Saarbrücken wurden nach DWD-Angaben 40,9 Grad Celsius gemessen, in Bad Kreuznach und Trier jeweils über 40 Grad. An 147 Wetterstationen war es nach Angaben des DWD so heiß wie noch nie zuvor an einem Junitag.

Störungen im Bahnverkehr, Veranstaltungen abgesagt

Die Deutsche Bahn erwartet Störungen im Zugbetrieb und rät von Reisen ab. Vielerorts wurden Veranstaltungen wegen der Hitze abgesagt. Meteorologen des Reuters Climate Monitor führen die Wetterextreme auf eine sogenannte Omega-Wetterlage zurück.

Rekorde auch in Nachbarländern

In der Schweiz wurden in Basel 38 Grad gemessen – die höchste jemals im Juni dort registrierte Temperatur. In den Niederlanden gab das Wetterinstitut KNMI für nahezu das gesamte Land die rote Warnstufe heraus. In der britischen Grafschaft Somerset in Südwestengland wurden 36,4 Grad gemessen, was laut britischer Wetterbehörde einem neuen Rekordwert für Juni entspricht.

Frankreich: Schulschließungen und Trinkwasserversorgung

In Frankreich blieben rund 13.500 Schulen geschlossen oder stellten auf Sonderpläne um. Premierminister Lecornu aktivierte die höchste Stufe der Mobilisierung im Gesundheitswesen. In mehreren Orten im Umland von Paris wird das Trinkwasser knapp; die Bewohner von neun Dörfern im Département Val d’Oise sollen mit Plastikflaschen versorgt werden. In Paris gilt derzeit ein Alkoholverbot. In mehreren Regionen Italiens wurde das Arbeiten im Freien während der heißesten Tagesstunden verboten.

Die Vorsitzende des Marburger Bundes, Johna, erklärte gegenüber dem ZDF, nur ein Drittel der deutschen Kliniken verfüge über klimatisierte Patientenzimmer.

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