Klimawandel trotzen: Westaustralische Korallenriffe überzeugen durch erstaunliche Widerstandskraft

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Korallenriffe vor der Westküste Australiens haben in einer aktuellen Untersuchung eine ungewöhnlich hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels gezeigt. Besonders betroffen sind Riffe an den Houtman-Abrolhos-Inseln im Indischen Ozean, rund 60 Kilometer vor der Küstenstadt Geraldton.

Während viele Korallenriffe in Westaustralien und im Great Barrier Reef vor der Ostküste Australiens infolge stark gestiegener Meerestemperaturen ausgeblichen oder abgestorben sind, fanden Forschende an den Houtman-Abrolhos-Riffen kaum Schäden durch Korallenbleiche.

Untersuchung in Übergangszone zwischen tropischen und gemäßigten Gewässern

Die untersuchte Region wird als Übergangszone zwischen tropischen und gemäßigten Gewässern beschrieben. Forschende der James Cook University, der University of Western Australia und der Edith Cowan University nahmen dort Korallenriffe genauer in den Blick.

Die Studienleiterin Kate Quigley und ihr Team stellten fest, dass die an den Houtman-Abrolhos-Inseln lebenden Korallen auffallend widerstandsfähig gegenüber hohen Wassertemperaturen sind. Die Forschenden sprechen von möglichen »Refugien« für Korallen in Zeiten des Klimawandels. Weltweit gebe es ihren Angaben zufolge womöglich weniger als zehn Regionen mit besonders widerstandsfähigen Korallenriffen.

Labortests zeigen hohe Hitzetoleranz

Für die Studie wurden drei verschiedene Korallenarten zusätzlich unter Laborbedingungen getestet. Unter extremer Hitze überlebten diese Arten deutlich länger als erwartet. Die Resistenz der untersuchten Korallen gegen Ausbleichen lag demnach fast viermal höher als bei vergleichbaren Arten anderer Riffe.

Eine wichtige Rolle spielen dabei spezielle Algen, die in Symbiose mit den Korallen leben und sie mit Energie versorgen. Die Leistungsfähigkeit dieser symbiotischen Algen wird als besonders auffällig beschrieben.

Veröffentlichung in Fachjournal und Hinweise auf Klimarisiken

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im Fachjournal Current Biology veröffentlicht. In diesem Zusammenhang wird ein Post der James Cook University auf X.com (ehemals Twitter) erwähnt, in dem von hitzetoleranten Korallen an bestimmten Riffen berichtet wird.

Die Studienleiterin Kate Quigley wird mit der Aussage zitiert, es gebe noch gesunde Korallenriffe. Gleichzeitig betont sie, dass die Treibhausgasemissionen dringend reduziert werden müssten, um das Überleben dieser Riffe zu sichern. Neben einer schnellen Reduzierung der Emissionen solle auch der Schutz besonders widerstandsfähiger Regionen Priorität haben.

El Niño als zusätzlicher Belastungsfaktor

Im Zusammenhang mit den Belastungen für Korallenriffe wird auch auf das Klimaphänomen El Niño verwiesen. Nach Angaben der Weltwetterorganisation nehmen die Anzeichen für einen bevorstehenden starken El Niño zu.

El Niño tritt etwa alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert jeweils etwa ein Jahr. Während solcher Phasen gelangt regional mehr Wärme aus dem Pazifik in die Atmosphäre. Diese zusätzliche Wärme kann zu einer für viele Korallen gefährlichen Erwärmung der Meere führen.

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