Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber dringt auf eine inhaltliche Neuausrichtung seiner Partei. Zugleich mahnt er mit Blick auf kommende Wahlen zu mehr programmatischer Schärfung und politischer Leidenschaft.
Weber, der in Brüssel die Europäische Volkspartei führt, sagte, man brauche den Mut, nicht den Umfragewerten zu folgen, sondern dem Herzen. Die Menschen wollten spüren, dass die Volksparteien für etwas brennen. Gutes Regieren allein reiche nach seinen Worten nicht aus, um den Höhenflug der AfD zu beenden.
Mit Blick auf die bayerische Landtagswahl, die Bundestagswahl sowie die Europa- und Bundestagswahl 2028 und 2029 sprach Weber von wichtigen Abstimmungen für die Demokratie und für die CSU als Volkspartei. Zu den anstehenden Entscheidungen sagte er: „Wir oder die Radikalen – darauf müssen wir uns jetzt programmatisch vorbereiten.“ Wenn es nicht gelinge, eine Perspektive für morgen aufzubauen, werde man Schwierigkeiten haben, den Populismus zu stoppen.
Nach der jüngsten Kommunalwahl, bei der die CSU ein durchwachsenes Ergebnis erzielt habe, sieht Weber zusätzlichen Handlungsbedarf. Die Wähler hätten gezeigt, dass die Partei mehr tun müsse. Es gehe ihm darum, in der CSU eine notwendige inhaltliche Debatte anzustoßen. Zugleich bat er darum, nicht jede inhaltliche Debatte sofort mit einer Personaldebatte zu verbinden. Er sei mit CSU-Chef Markus Söder im Austausch und erhalte von der Parteibasis viel Ermutigung, die Diskussion nach den Kommunalwahlen zu führen.
Vor wenigen Tagen hatte Weber einen „Pfingstbrief“ mit ähnlichen Aussagen an zahlreiche Mandatsträger der CSU verschickt. Der CSU-Ehrenvorsitzende und frühere Bundesminister Theo Waigel unterstützte dieses Schreiben laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Waigel bezeichnete den Brief demnach als Weckruf an die Partei und sprach sich für eine grundlegende, tiefgehende Diskussion über die Ausrichtung der CSU aus.
Positionen zur Energiepolitik
Auch in der Energiepolitik meldete sich Weber zu Wort. In Zeitungen der Funke Mediengruppe sprach er sich für eine stärkere Nutzung der Atomkraft aus. Ohne Atomstrom könne die Energiewende nicht gelingen, sagte er. Man brauche eine Grundlastversorgung zu einem vernünftigen Preis.
Ob in Deutschland neue Kernkraftwerke gebaut oder stillgelegte Anlagen reaktiviert werden, müsse nach Webers Darstellung die deutsche Politik entscheiden. Die Funke Mediengruppe wird in diesem Zusammenhang als Veröffentlichungsplattform für seine Äußerungen genannt.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.

















