Der US-Technologiekonzern Meta plant den Bau seines ersten Rechenzentrums in Kanada. Das Projekt soll in Sturgeon County in der Provinz Alberta entstehen und rund 9,17 Milliarden US-Dollar kosten.
Das geplante Zentrum soll eine Leistung von einem Gigawatt erreichen. Der damit verbundene Stromverbrauch entspricht nach Angaben des Unternehmens dem Bedarf von rund 800.000 Haushalten. Meta will sowohl die Stromerzeugung als auch die zugehörige Netzinfrastruktur vollständig selbst finanzieren.
Kooperation mit Pembina
Für die Energieversorgung kooperiert Meta mit dem kanadischen Pipeline-Betreiber Pembina. Dieser errichtet in Sturgeon County ein neues Gaskraftwerk, das Ende 2030 in Betrieb gehen soll. Das Projekt benötigt täglich rund 4,25 Millionen Kubikmeter Erdgas. Alberta wirbt für den Standort mit günstigem Erdgas und niedrigen Temperaturen.
Emissionen deutlich über Landesdurchschnitt
In Alberta wird Energie hauptsächlich aus Erdgas gewonnen. Die dabei entstehenden Emissionen liegen nach verfügbaren Daten fast fünfmal so hoch wie im kanadischen Landesdurchschnitt. Die kanadische Regierung hatte in ihrer jüngsten KI-Strategie darauf hingewiesen, dass neue Rechenzentren vom emissionsarmen Stromnetz des Landes profitieren könnten. KI-Rechenzentren stehen generell wegen ihres hohen Energie- und Wasserverbrauchs in der Diskussion.
Meta betreibt weltweit bereits 32 Rechenzentren und investiert derzeit Hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau seiner Recheninfrastruktur. Zum Konzern gehören die Plattformen Facebook, Instagram und WhatsApp.

















