Mitte Museum Berlin: Neue Ausstellung enträtselt die Geschichten hinter Straßennamen

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Neue Ausstellung im Mitte Museum widmet sich Berliner Straßennamen

Im Mitte Museum in Berlin ist eine neue Ausstellung zur Geschichte von Straßennamen eröffnet worden. Die Sonderausstellung beleuchtet, was Straßenbezeichnungen über die Zeit ihrer Vergabe und über aktuelle gesellschaftliche Debatten aussagen.

Die Ausstellung ist Teil des zweijährigen Berliner Gemeinschaftsprojekts „umbenennen?! Berlins Straßennamen in Geschichte und Gegenwart“, an dem zwölf Bezirks- und Regionalmuseen der Stadt beteiligt sind. Im Mitte Museum ist sie bis zum 27. September zu sehen.

Straßennamen als Teil der Erinnerungskultur

Die Schau thematisiert zum einen, welche Rückschlüsse Straßennamen auf historische Kontexte zulassen. Zum anderen geht es darum, was gegenwärtige Diskussionen über Umbenennungen über die heutige Zeit verdeutlichen.

Die Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Mitte, Stefanie Remlinger, betonte in diesem Zusammenhang, Straßenumbenennungen seien nie nur Verwaltungsakte. Sie berührten wichtige Fragen der Erinnerungskultur und griffen mit Adressänderungen spürbar in den Alltag von Menschen ein.

Umbenennungen in Berlin-Mitte

Nach Angaben von Stefanie Remlinger hat es im Bezirk Berlin-Mitte in den vergangenen zehn Jahren 33 Straßenumbenennungen gegeben. Dabei seien koloniale Belastungen und nationalsozialistische Bezüge aus dem Straßenbild entfernt worden. Zugleich sei der Anteil von Frauennamen unter den Straßennamen in Berlin-Mitte gewachsen.

Remlinger erklärte, die Ausstellung zeige, warum Umbenennungsprozesse notwendig sein könnten und weshalb über neue Straßennamen häufig besonders leidenschaftlich diskutiert werde.

Beispiel Anton-Wilhelm-Amo-Straße

Als ein Beispiel für jüngere Umbenennungen gilt die frühere Mohrenstraße in Berlin-Mitte. Sie wurde im August vor der Veröffentlichung der Ausstellung in Anton-Wilhelm-Amo-Straße umbenannt, nachdem der alte Name als rassistisch in die Kritik geraten war.

Der neue Straßenname verweist auf den Gelehrten Anton Wilhelm Amo, der aus Westafrika stammte und im 18. Jahrhundert im Gebiet des heutigen Deutschlands wirkte. Amo gilt als erster bekannter schwarzer Philosoph und Jurist an deutschen Universitäten.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.

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