An Rhein, Elbe und Donau sinken die Pegelstände weiter. Vielerorts werden täglich neue Tiefststände verzeichnet. Als Ursache gilt eine anhaltende Trockenheit und Hitze.
Die drei Flüsse zählen zu den Bundeswasserstraßen und sind wichtige Transportwege für Waren und Rohstoffe. Wegen der niedrigen Pegelstände können viele Frachtschiffe derzeit nicht oder nur mit reduzierter Ladung fahren. Wirtschaftsverbände rechnen mit Schäden für deutsche Unternehmen, konkrete Zahlen liegen bislang nicht vor.
Flusskreuzfahrten betroffen
Auch der Flusskreuzfahrtbetrieb ist beeinträchtigt. Schiffe liegen teilweise in den Häfen vor Anker, einige Reisen wurden von den Anbietern storniert. Flusskreuzfahrten hatten in den vergangenen Jahren zunehmend an Beliebtheit gewonnen.
Folgen für Natur und Energie
Entlang der betroffenen Flüsse trocknen Feuchtgebiete aus, die als Lebensraum für zahlreiche Tierarten dienen. Feuchtgebiete und Flussufer gelten als wichtige Brutstätten für Mückenlarven, die wiederum als Nahrungsquelle für Vögel eine Rolle spielen. In diesem Jahr ist die Mückenpopulation in diesen Gebieten geringer.
Atomkraftwerke nutzen häufig Flusswasser zur Kühlung. In Frankreich und Ungarn steht die Stromversorgung durch das Niedrigwasser unter Druck. Aus Ungarn wird zudem über eine mögliche Gefährdung des Kernkraftwerksbetriebs berichtet, eine Bestätigung steht aus.

















