Im Altmühltal und im Donaumoos sind im Jahr 2026 bislang 51 junge Brachvögel flügge geworden. In den drei Jahren zuvor waren es in diesen Gebieten zusammen jeweils weniger als 20 Jungvögel. Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) mit Sitz in Hilpoltstein beobachtet die Entwicklung der Bestände in diesen Regionen.
Der Brachvogel gilt als vom Aussterben bedroht. Laut Bayerischem Landesamt für Umwelt ist die Art vor allem durch die Intensivierung der Wiesennutzung gefährdet. Dazu zählen häufige Mahden, Düngung sowie die Trockenlegung von Feuchtwiesengebieten. Zusätzlich belasten Infrastrukturmaßnahmen wie Straßenbau und die Ausweisung von Gewerbegebieten die Brutgebiete der Vögel. Zwischen 1980 und 2015 nahm der Brachvogelbestand in Bayern um rund 54 Prozent ab.
Brutsaison 2026 von Trockenheit geprägt
Die Brutsaison 2026 verlief nach vorliegenden Angaben unter außergewöhnlich trockenen Bedingungen. Verena Rupprecht leitet beim LBV den Fachbereich Wiesenbrüter und begleitet die Schutzmaßnahmen in den betroffenen Gebieten.
















