Schwarzwald wird zum Geheimtipp für Spanier und Italiener

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Der Schwarzwald verzeichnet wachsende Besucherzahlen aus Südeuropa. Im Jahr 2025 wurden im Schwarzwald knapp 199.000 Übernachtungen spanischer Gäste gezählt – ein Anstieg von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Zehnjahresvergleich seit 2015 entspricht das einem Zuwachs von 64 Prozent. Gäste aus Italien generierten im selben Jahr rund 194.500 Übernachtungen, ein Plus von 0,8 Prozent. Zusammen kommen beide Märkte auf mehr als 393.000 Übernachtungen.

Die Daten stammen vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg und wurden von der Schwarzwald Tourismus GmbH ausgewertet.

Starkes Wachstum im Hochschwarzwald

Besonders ausgeprägt ist die Entwicklung im Hochschwarzwald. In den Jahren nach der Corona-Pandemie stiegen die Übernachtungen spanischer Gäste dort zwischen 11 und 46 Prozent pro Jahr. Am Titisee besuchten zuletzt fast doppelt so viele Menschen aus Spanien und Italien die Region wie im selben Vorjahreszeitraum. Insgesamt machen beide Märkte allerdings nur zwischen einem und zwei Prozent aller Gäste im Hochschwarzwald aus.

Die Zahl spanischer und italienischer Medien sowie Influencer, die über den Hochschwarzwald berichten, nimmt zu. Die Schwarzwald Tourismus GmbH setzte im vergangenen Jahr zudem gezielt eine Kampagne im spanischen Markt um.

Angebote für spanischsprachige Besucher

In Freiburg bietet Cardenio Vásquez Avilés seit acht Jahren kostenlose Stadtführungen ausschließlich auf Spanisch an. Im Sommer führt er nach eigenen Angaben im Schnitt drei Touren täglich durch. Zu den Besuchern zählen unter anderem Reisende wie Rocío Hurtado, die mit ihrem Mann und zwei Töchtern von Barcelona aus mit dem Camper in den Schwarzwald gereist ist.

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