Senta Berger mit 85 Jahren: Anerkennung einer Karriere mit dem Deutschen Filmpreis

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Senta Berger erhält Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin

Senta Berger ist beim Deutschen Filmpreis in Berlin als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet worden. Die 85-Jährige erhält die Lola für ihre Rolle in der Buchverfilmung »Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke«.

In dem Film von Simon Verhoeven spielt Berger die Großmutter des Protagonisten Joachim. Verhoeven, der Sohn der Schauspielerin, würdigt seine Mutter auf der Bühne und erklärt, er habe sie besetzt, weil sie aus seiner Sicht die beste Schauspielerin für die Rolle gewesen sei. Bei den Dreharbeiten habe er eine »andere Frau« gesehen, die ihm fremd gewesen sei und ihm dennoch nahe gekommen sei.

Verhoeven gratuliert Berger zu ihrer ersten Nominierung für den Deutschen Filmpreis im Alter von 85 Jahren. Als sie den Preis gewinnt, küsst er sie auf der Bühne. Das Publikum reagiert mit Standing Ovations. Berger sagt bei der Verleihung, sie sei an diesem Abend sehr glücklich, zugleich aber so aufgeregt, dass sie wohl erst am nächsten Tag wirklich glücklich sein werde.

Zehn Lolas für »In die Sonne schauen«

Großer Gewinner des Abends ist das Drama »In die Sonne schauen« von Mascha Schilinski. Die Produktion erhält insgesamt zehn Auszeichnungen, darunter die Goldene Lola für den besten Spielfilm. Der Film erzählt von mehreren Frauen, die in unterschiedlichen Zeitebenen auf einem Bauernhof leben.

»In die Sonne schauen« war mit den meisten Nominierungen in das Rennen um den Deutschen Filmpreis gegangen. Ausgezeichnet wird der Film unter anderem für die beste Regie, das beste Drehbuch und die beste Nebendarstellerin.

Weitere Preisträgerinnen und Preisträger

Als bester Hauptdarsteller wird August Diehl für seine Leistung in »Das Verschwinden des Josef Mengele« geehrt. Zum besten Dokumentarfilm wird »Siri Hustvedt – Dance Around the Self« ausgezeichnet. Die Lola für den besten Kinderfilm geht an »Zirkuskind«.

Als besucherstärkster Film wird »Das Kanu des Manitu« von Michael »Bully« Herbig prämiert. Einen Ehrenpreis für seine Verdienste um den deutschen Film erhält Wim Wenders. Er spricht bei der Verleihung über eine umstrittene Nacktszene in seinem Film »Falsche Bewegung« aus dem Jahr 1975.

Über viele der Preisträgerinnen und Preisträger stimmen rund 2400 Mitglieder der Deutschen Filmakademie ab.

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