Der Aufsichtsrat von Volkswagen ist am Donnerstag in Wolfsburg zu einer Sitzung zusammengekommen. Der Konzernvorstand stellte dabei ein Maßnahmenpaket vor. Nach Abschluss der Sitzung machte VW keine Angaben zu möglichen Werksschließungen oder einem Stellenabbau.
VW-Chef Oliver Blume erklärte, der Konzern werde Überkapazitäten abbauen. Zudem kündigte er an, die Modellpalette von Volkswagen schrittweise um die Hälfte zu reduzieren. Konkrete Entscheidungen wurden nach der Sitzung nicht bekanntgegeben. VW teilte mit, zügig über mögliche Entscheidungen informieren zu wollen.
Gesamtbetriebsrat kritisiert mangelnde Transparenz
Gesamtbetriebsratschefin Daniela Cavallo kritisierte, der Vorstand lasse die Belegschaft im Unklaren. Parallel zur Aufsichtsratssitzung protestierten rund 500 Mitarbeiter vor dem Vorstandshochhaus in Wolfsburg. Der Demonstrationszug wurde von IG-Metall-Vorsitzender Christiane Benner und Betriebsratschefin Cavallo angeführt.
Weitere Protestaktionen fanden an anderen Konzernstandorten statt, darunter Standorte von Audi, Porsche und MAN. Die IG Metall bezeichnete die Aktionen nicht als Arbeitskämpfe, sondern als Informations- und Protestveranstaltungen. Zum Vergleich: Bei Warnstreiks im Jahr 2024 zählte die Gewerkschaft nach eigenen Angaben mehr als 30.000 Teilnehmer bei einer Kundgebung in Wolfsburg.
Wirtschaftlicher Hintergrund
Die Rendite des Volkswagen-Konzerns ist zuletzt deutlich gesunken. Über die genauen Ursachen und das Ausmaß möglicher Sparmaßnahmen äußerte sich der Konzern nach der Sitzung nicht öffentlich.

















