Waldbrände in Deutschland und Belgien – Evakuierungen in Monschau, Hohe Venn mit 3.000 Hektar größter Brand in Belgiens Geschichte

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In mehreren deutschen Bundesländern sowie im benachbarten Belgien kämpfen Einsatzkräfte gegen teils großflächige Waldbrände. Betroffen sind unter anderem Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Rheinland-Pfalz.

Das Feuer im Hohen Venn, einem grenznahen Moor- und Heidelandschaftsgebiet in Belgien, hat sich seit Freitag auf fast 3.000 Hektar ausgedehnt und gilt als größter Waldbrand in der Geschichte Belgiens. Die Feuerfront erstreckte sich laut dem belgischen Sender RTBF über einen Kilometer. Rund 600 Einwohner aus zwei belgischen Gemeinden wurden evakuiert. An den Löscharbeiten sind Einsatzkräfte aus Deutschland und Luxemburg sowie zwei Hubschrauber aus den Niederlanden beteiligt.

Evakuierungen in Monschau

Am späten Abend wurden in der nordrhein-westfälischen Grenzstadt Monschau einige Straßenzüge evakuiert. Laut Stadtverwaltung mussten etwa 30 Menschen ihre Häuser verlassen. Bis zum Abend war davon ausgegangen worden, dass Evakuierungen nicht nötig seien. Ein Teil der Betroffenen suchte eine Notunterkunft in einer Schule auf, die meisten kamen bei Verwandten oder Freunden unter. Die Feuerfront, die sich auf Monschau zubewegt hatte, konnte unter Kontrolle gebracht werden. Die Löscharbeiten werden durch starken und ständig drehenden Wind erschwert. Erschwerend kommt hinzu, dass durch das zerklüftete Gelände des Hohen Venns ein Einsatz aus nächster Nähe nicht möglich ist. Inzwischen brennen auch Torfschichten.

Hürtgenwald: Brand unter Kontrolle

Der Waldbrand im Hürtgenwald in der Eifel ist nach tagelangem Großeinsatz unter Kontrolle. Das gab Dürens Landrat Nolten bekannt. Die Zahl der Einsatzkräfte vor Ort wurde deutlich reduziert. Ein Aufklärungshubschrauber mit Wärmebildkamera beobachtet weiterhin das rund 300 Hektar große Areal; zwei Löschhubschrauber bleiben ebenfalls vor Ort.

Saarland und Rheinland-Pfalz

Im saarländischen Landkreis Neunkirchen sind rund 400 Einsatzkräfte im Einsatz. Laut Landesinnenministerium sind dort sechs Hektar Waldfläche betroffen. Minister Jost machte sich persönlich ein Bild von der Lage. Im rheinland-pfälzischen Westerwald im Landkreis Altenkirchen, wo Anwohner einer Straße zuvor aufgefordert worden waren, ihre Häuser zu verlassen, bedroht das Feuer Wohngebäude nicht mehr unmittelbar. Bei einem weiteren Brand im rheinland-pfälzischen Langscheid konzentrieren sich die Einsatzkräfte auf verbliebene Glutnester; am Wochenende waren dort insgesamt 650 Feuerwehrleute im Einsatz.

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