Waldbrände in Frankreich und Spanien: Über 200.000 Menschen evakuiert

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Im Südwesten Frankreichs sind laut Behördenangaben rund 141.000 Menschen evakuiert worden. Die Halbinsel Cap-Ferret wurde vollständig geräumt – etwa 44.000 Einwohner und Urlauber verließen das Gebiet. In Bordeaux ordneten die Behörden zusätzlich die Evakuierung von drei westlichen Vororten an. Die Brände haben in der Region bereits eine Fläche von rund 22.000 Hektar verwüstet.

Auch in Spanien ist die Lage ernst: Rund um Madrid sind mehr als 63.000 Menschen von Brandschutzmaßnahmen betroffen. Die spanische Regierung rief den nationalen Notstand aus. Winde mit Böen von bis zu 60 Kilometern pro Stunde erschweren die Löscharbeiten nach Angaben des Innenministeriums Madrid erheblich.

Großeinsatz in Frankreich und Spanien

In Frankreich erklärte Regierungschef Lecornu, insgesamt 1.000 Militärangehörige würden im Kampf gegen die Brände eingesetzt. Ein Militärflugzeug vom Typ Airbus A400M wird mit einer Abwurfeinrichtung ausgerüstet, die bis zu 20 Tonnen Löschmittel ausbringen kann. In Paris trat ein Krisenstab der Regierung zusammen. Rund 40 der etwa 1.000 Feuerwehrleute, die gegen den Brand bei Cap-Ferret kämpften, wurden nach Behördenangaben verletzt.

Der französische Innenminister Laurent Nuñez erklärte, Frankreich habe noch nie zuvor Brände in diesem Ausmaß erlebt. Landesweit kämpften die Einsatzkräfte gegen 32 aktive Waldbrände unterschiedlicher Stärke.

In Spanien besuchte Ministerpräsident Pedro Sánchez das Einsatzzentrum im Ort Cenicientos westlich von Madrid – gemeinsam mit Innenminister Fernando Grande-Marlaska und der Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso.

Europäische Unterstützung

Die EU-Kommission erklärte, vier Canadair-Löschflugzeuge nach Spanien und drei nach Frankreich zu entsenden. Bundeskanzler Merz erklärte, Deutschland sei bereit, Frankreich im Rahmen des europäischen Katastrophenschutzmechanismus zu unterstützen.

Auch in Italien waren Einsatzkräfte gegen zahlreiche Brände im Einsatz. Besonders betroffen waren Sizilien und Kalabrien.

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